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Rattanmöbel richtig pflegen: So bleiben sie lange schön

Rattan richtig reinigen, pflegen und schützen: klare Anleitung für Naturrattan, Polyrattan, Outdoor, Winterlagerung und matte Möbel.

Rattan oder Polyrattan: Warum das Material die Pflege bestimmt

Die wichtigste Pflegeentscheidung triffst du, bevor Wasser, Tuch oder Öl überhaupt zum Einsatz kommen: Du musst wissen, ob dein Möbelstück aus Naturrattan oder Polyrattan besteht. Beide sehen geflochten aus, reagieren aber völlig unterschiedlich auf Feuchtigkeit, Sonne, Heizungsluft und Pflegemittel.

Rattan
Rattan ist ein Naturmaterial aus der Rattanpalme. In Beschreibungen tauchen auch Begriffe wie Peddigrohr, Stuhlrohr, Rotang oder Korbmöbel auf. Korbmöbel wird umgangssprachlich teils breit für geflochtene Möbel aus Rattan, Schilf, Bambus oder Korbweide verwendet; fachlich können Korbmöbel auch aus Korbweide bestehen.

Naturrattan besteht aus Pflanzenfasern. Es kann Feuchtigkeit aufnehmen, bei Trockenheit austrocknen und bei falscher Lagerung spröde werden. Genau deshalb passt echtes Rattan besonders gut in Wohnräume, Wintergärten oder auf sehr gut geschützte, überdachte Plätze. Für dauerhaft ungeschützte Terrasse, Balkon und Garten ist es nur eingeschränkt geeignet, weil Regen, Schnee, Kälte und starke Sonne dem Material zusetzen können.

Polyrattan ist kein echtes Rattan, sondern ein synthetisches Kunststoffgeflecht. Mehrere Wettbewerber nennen Polyethylen beziehungsweise Kunststoff als Materialbasis und beschreiben Polyrattan als deutlich geeigneter für Garten, Balkon und Terrasse. Outdoor-Möbel, die im Alltag oft als Rattan Gartenmöbel bezeichnet werden, bestehen daher meist aus Polyrattan-Geflecht.

Suchst du Möbel für einen dauerhaft genutzten Außenbereich, ist der Blick auf Rattan Gartenmöbel sinnvoll, weil dort typischerweise wetterfestere Polyrattan-Modelle gemeint sind. Für Wohnraum, Leseecke oder Wintergarten passt dagegen der Bezug zu Indoor-Rattanmöbel besser, denn dort spielt Echtrattan seine wohnliche Wirkung aus.

  • Rattan ist nicht gleich Polyrattan: Naturrattan ist ein Naturmaterial, Polyrattan ein synthetisches Kunststoffgeflecht für Outdoor-Möbel.
  • Regelmäßig trocken entstauben, bei Bedarf nur schonend feucht reinigen und Rattanmöbel anschließend vollständig trocknen lassen.
  • Naturrattan leidet unter zu viel Wasser, aber auch unter zu trockener Heizungsluft, direkter Sonne und UV-Strahlung.
  • Öl, Wachs oder geeigneter Korblack können Naturrattan auffrischen; aggressive Reiniger, harte Bürsten und scheuernde Schwämme sind tabu.
  • Pflegeintervalle werden unterschiedlich beschrieben: alle 8 bis 12 Wochen, etwa alle drei Monate oder mindestens dreimal im Jahr. Entscheidend sind Material, Standort und Nutzung.
  • Polyrattan ist robuster und wetterfester, sollte aber ebenfalls gereinigt, vor dauerhaft eingeschlossener Feuchtigkeit geschützt und im Winter nicht achtlos draußen gelassen werden.

Rattanmöbel reinigen: Schritt für Schritt zur schonenden Grundreinigung

Geflecht ist schön, aber ein Staubfänger: In Ritzen und Zwischenräumen sammeln sich Staub, Krümel, Pollen, Pflanzenreste, Fusseln und Tierhaare besonders leicht. Eine gute Reinigung beginnt deshalb trocken und arbeitet sich erst danach vorsichtig zur Feuchtigkeit vor.

  1. Auflagen entfernen und Möbel vorbereitenNimm Polster, Kissen und lose Auflagen herunter. Stelle die Rattanmöbel möglichst trocken und gut belüftet auf. Grobe Blätter, Erde oder Pflanzenreste entfernst du von Hand oder mit einem weichen Tuch. Prüfe dabei gleich, ob einzelne Fasern locker, gebrochen oder scharfkantig sind.
  2. Trocken reinigenSau­ge das Geflecht mit einem Staubsauger und Bürsten- oder Möbelaufsatz ab. Arbeite ohne Druck, damit du keine Fasern anhebst. Für enge Zwischenräume eignen sich ein weicher Pinsel, eine weiche Zahnbürste oder eine weiche Bürste. Gerade in Sitzflächen, Armlehnen und an Kanten sitzt oft mehr Schmutz, als man auf den ersten Blick sieht.
  3. Leichte Verschmutzungen feucht abwischenWische Naturrattan nur mit einem leicht feuchten, weichen Tuch ab. Bei Polyrattan darf das Tuch nasser sein, aber auch hier ist schonend besser als grob. Ziel ist nicht, das Geflecht zu tränken, sondern anhaftenden Schmutz zu lösen.
  4. Bei stärkerem Schmutz milde Lauge nutzenVerwende warmes beziehungsweise lauwarmes Wasser mit milder Seifenlauge oder einer leichten Spülmittellauge. Harte, kratzige Bürsten, raue Schwämme, aggressive Haushaltsreiniger, scharfe Reiniger sowie schleifende oder bleichende Bestandteile sind ungeeignet, weil sie Oberfläche, Geflecht oder Schutzschichten angreifen können.
  5. Seifenreste sparsam entfernenWische mit klarem Wasser nach, damit keine Laugenreste im Geflecht bleiben. Bei Naturrattan arbeitest du besonders sparsam: Zu viel Feuchtigkeit kann das Material aufquellen lassen, porös machen, Schimmel begünstigen oder langfristig zersetzen.
  6. Vollständig trocknen lassenNimm überschüssiges Wasser mit einem trockenen Tuch auf. Danach müssen die Möbel vollständig an der Luft trocknen. Nicht föhnen: Warme Luft kann dazu beitragen, dass Naturrattan austrocknet und Risse bekommt. Stelle die Möbel lieber luftig, schattig und frostfrei auf.

Wenn beim Reinigen beschädigte Fasern, fehlende Stopfen oder lockere Stellen auffallen, lohnt sich ein Blick auf Pflege & Ersatzteile. Kleine Schäden lassen sich oft besser beheben, solange sie noch nicht tragend oder großflächig sind.

Merksatz: Erst trocken entstauben, dann sparsam feucht reinigen, anschließend komplett trocknen lassen – erst danach kommt Pflegeöl, Wachs oder Schutz.

Naturrattan pflegen: Öl, Wachs und Lack richtig einsetzen

Naturrattan bleibt nur dann dauerhaft ansehnlich, wenn Reinigung und Pflege zusammenpassen. Öl, Wachs oder Lack gehören nie auf schmutziges oder feuchtes Geflecht. Erst wenn die Oberfläche sauber und vollständig trocken ist, kann eine Pflegeschicht sinnvoll wirken.

Pflegemethoden für Naturrattan im Überblick
MerkmalZweckVorteilGrenzeAnwendung
RattanpflegeölAuffrischen und geschmeidiger haltenKann Glanz und Farbton beleben und Austrocknung vorbeugenNicht auf nasses oder verschmutztes Geflecht gebenSparsam mit weichem Tuch auftragen und Überschuss abnehmen
Leinöl oder ZitronenölPflege trockener NaturfasernKann matte Oberflächen optisch wärmer wirken lassenUnterschiedliche Hausmittel-Rezepturen; vorher unauffällig testenSehr dünn verwenden und vollständig einziehen lassen
Sprühwachs oder WachsOberfläche glätten und leicht schützenKann Feuchtigkeit und Schmutzanhaftung etwas reduzierenZu dicke Schichten können klebrig wirken oder Schmutz bindenDünn auftragen und mit weichem Tuch nachpolieren
Rattanlack oder KorblackFasern versiegeln und Imprägnierschutz unterstützenKann eine geschlossene Schutzschicht bildenEingedrungene Feuchtigkeit entweicht schlechter; Lack kann bei elastischem Rattan reißen oder abplatzenNur auf trockenen, sauberen, intakten Flächen einsetzen und Lackschäden prüfen

Öle und Wachse wie Rattanpflegeöl, Leinöl, Zitronenöl, Sprühwachs, Wachs oder Produkte auf Bienenwachsbasis werden für Naturrattan häufig genannt. Sie können Glanz und Farbton auffrischen, das Material geschmeidiger halten und einen gewissen Schutz vor Feuchtigkeit, Austrocknen, UV-Strahlung oder Vergrauung geben. Für passende Hilfsmittel ist Pflege & Ersatzteile der passende thematische Anschluss.

Bei Hausmitteln mit Leinöl und Terpentin kursieren unterschiedliche Mischungen. Genannt werden ein Glas Leinöl auf einen Liter warmes Wasser und einige Terpentintropfen plus 15 Minuten einwirken lassen; weitere Texte nennen einen Esslöffel Terpentin und drei Esslöffel Leinöl beziehungsweise ein halbes Glas Leinöl auf einen Liter warmes Wasser. Diese Unterschiede zeigen: Vorsichtig dosieren, erst an unauffälliger Stelle testen und Naturrattan nicht nass überpflegen.

Lackierte Rattanmöbel brauchen eine andere Kontrolle. Suche nach Absplitterungen, Rissen und Stellen, an denen Feuchtigkeit unter die Lackschicht geraten könnte. Rattanlacke beziehungsweise Korblacke können Fasern versiegeln und als Imprägnierschutz dienen; zugleich kann eingedrungene Feuchtigkeit unter Lack schlechter entweichen, und Lack kann bei elastischem Rattan mit der Zeit reißen oder abplatzen.

Besonders bei einem Rattansessel Indoor ist weniger oft mehr: Staub entfernen, Oberfläche schonend pflegen und Abstand zu Heizung oder Kamin halten. Im Wohnraum entsteht Schaden seltener durch Regen, dafür häufiger durch trockene Luft und dauerhafte Wärme.

Polyrattan-Gartenmöbel pflegen: robust, aber nicht pflegefrei

Polyrattan ist für Outdoor deutlich dankbarer als Naturrattan. Das Kunststoffgeflecht eignet sich besser für Garten, Balkon und Terrasse, weil es Wasser bei normaler Reinigung besser verträgt. Pflegefrei ist es trotzdem nicht: Schmutz, UV-Strahlung, Nässe, Fett und Winterfeuchte können auch Polyrattan altern lassen.

  • Regelmäßig trocken abfegen oder absaugen, damit Pollen, Staub und Pflanzenreste nicht im Geflecht haften bleiben.
  • Mit Wasser, weichem Tuch, Schwamm oder weicher Bürste reinigen; bei Bedarf milde Seifenlauge verwenden.
  • Bei größeren Flächen kann ein Gartenschlauch helfen, solange du keinen harten Punktstrahl einsetzt.
  • Vogelkot, Grünspan, Fett, Öl und Sonnencreme zeitnah entfernen, damit keine hartnäckigen Beläge entstehen.
  • Bei stärkeren Verschmutzungen nur Reiniger verwenden, die ausdrücklich für Kunststoffgeflecht geeignet sind.
  • Keine scharfen, abrasiven, scheuernden oder bleichenden Reiniger nutzen.
  • Nach der Reinigung trocknen lassen, bevor Schutzhüllen darüberkommen, damit keine Wasserränder, Stockflecken oder eingeschlossene Feuchtigkeit entstehen.
  • Hochdruckreiniger nur sehr zurückhaltend, mit Abstand und niedrigem Druck einsetzen; bei Naturrattan ist Handreinigung in der Regel die sicherere Wahl.

Für Lounge-Sets aus Polyrattan ist diese Routine besonders praktisch, weil große Sitzflächen, tiefe Ecken und Armlehnen viele Schmutzkanten haben. Auch Sitzgruppen auf Balkon oder Terrasse profitieren von schneller Zwischenreinigung nach Pollenflug, Regenphasen oder Grillabenden.

Wasser, Sonne und Heizung: die häufigsten Schadensursachen

Naturrattan altert vor allem an zwei Extremen: zu nass und zu trocken. Beides kann am selben Möbelstück passieren – etwa wenn ein Sessel im Sommer in praller Sonne steht und im Herbst feucht unter einer dichten Plane landet.

Der beste Standort für Naturrattan ist trocken, luftig und vor Extrembedingungen geschützt. Stelle Rattanmöbel nicht direkt an Heizkörper, Kamin oder dauerhaft in pralle Sonne. Draußen gehört Echtrattan nur an geschützte Plätze, etwa unter ein Dach oder in einen Wintergarten. Bei starker Sonneneinstrahlung kann zusätzlicher Sonnenschutz helfen, Material und Sitzkomfort zu schonen.

Wenn Naturrattan sehr trocken wirkt oder knarrt, nennen mehrere Wettbewerber leichtes Befeuchten per Sprühflasche beziehungsweise eine nebelfeuchte Sprühkur. Wichtig ist das Wort „nebelfeucht“: Kein Durchnässen, kein Wasserfilm, keine Pfützen in den Ritzen. Danach muss das Möbelstück wieder vollständig trocknen können.

UV-Strahlung kann außerdem zum Ausbleichen oder Vergrauen beitragen. Bei Naturrattan lässt sich die Optik oft mit Öl oder Wachs auffrischen, bei Polyrattan eher durch gründliche Reinigung und geeignete Kunststoffpflege. Komplett rückgängig machen lässt sich starke Materialalterung aber nicht immer.

Alte oder matte Rattanmöbel wieder schön bekommen

Alte Rattanmöbel müssen nicht sofort ersetzt werden, nur weil sie matt, staubig oder leicht vergraut wirken. Pflege kann reinigen, auffrischen und schützen. Stark morsches, tragend beschädigtes oder großflächig gebrochenes Geflecht macht sie aber nicht wieder neuwertig.

  1. Zustand prüfenSieh dir Sitzfläche, Lehne, Armlehnen, Füße und Kanten genau an. Knarrt das Möbel nur, ist es matt oder gibt es echte Brüche? Bei tragenden Schäden, scharfen Fasern oder instabilen Verbindungen ist Vorsicht wichtiger als Kosmetik.
  2. Gründlich trocken reinigenEntferne Staub aus dem Geflecht mit Staubsaugeraufsatz, Pinsel oder weicher Zahnbürste. Gerade alte Möbel wirken oft schon deutlich besser, wenn die Zwischenräume frei von grauem Staub und Pollen sind.
  3. Mild feucht nachreinigenWische mit leicht feuchtem Tuch und bei Bedarf milder Seifenlauge nach. Seifenreste entfernst du mit klarem Wasser, aber sparsam. Danach nimmst du Feuchtigkeit mit einem trockenen Tuch auf.
  4. Vollständig trocknen lassenVor jeder Auffrischung muss Naturrattan komplett trocken sein. Öl, Wachs oder Lack schließen sonst Schmutz und Feuchtigkeit ein. Das kann Flecken, Geruch, Schimmelrisiko oder Lackprobleme verstärken.
  5. Oberfläche auffrischenMatte oder vergraute Naturrattan-Oberflächen können mit Rattanpflegeöl, Leinöl, Zitronenöl, Wachs oder geeigneter Lackpflege wieder mehr Glanz und Tiefe bekommen. Trage dünn auf, arbeite mit weichem Tuch und entferne Überschuss.
  6. Knarren gezielt behandelnKnarren entsteht häufig durch Austrocknung. Eine sparsame, nebelfeuchte Sprühkur kann helfen. An einzelnen geräuschverursachenden Stellen werden auch Vaseline oder Zitronenöl genannt. Nutze solche Mittel sehr zurückhaltend und teste unauffällig.
  7. Kleine Brüche realistisch reparierenKleinere Brüche an Rattanfasern können mit Holzkleber behoben werden; bei größeren Brüchen können Rattanstränge nachgekauft und wieder eingeflochten werden. Bei tragenden oder großflächigen Schäden ist fachgerechte Reparatur oder Ersatz die bessere Entscheidung.
  8. Polyrattan anders auffrischenBei Polyrattan entfernst du vor allem Beläge, Fett, Grünspan oder Vogelkot. Spezielle Kunststoffgeflecht-Reiniger oder UV-Schutzprodukte kommen nur infrage, wenn sie für das Material geeignet sind und nicht scheuern oder bleichen.

Für kleinere Reparaturen, Ersatzgeflecht oder passende Pflege nach der Grundreinigung passt der thematische Blick auf Pflege & Ersatzteile. Wichtig bleibt: Pflege verbessert den Zustand, ersetzt aber keine sichere Reparatur bei instabilen Möbeln.

Rattanmöbel draußen und im Winter schützen

Winterpflege beginnt nicht erst mit der ersten Frostnacht. Entscheidend ist, dass Rattanmöbel sauber, trocken und luftig geschützt stehen. Feuchtigkeit, die du mit einlagerst oder unter einer Hülle einschließt, ist oft schädlicher als ein einzelner Regenschauer im Sommer.

  • Vor dem Einlagern trocken reinigen, bei Bedarf mild feucht nachreinigen und vollständig trocknen lassen.
  • Naturrattan möglichst trocken, frostfrei und geschützt lagern – je nach Raumklima im Innenraum, Wintergarten, Gartenhaus, Keller oder in der Garage.
  • Polyrattan ist wetterfester, sollte aber ebenfalls trocken und geschützt überwintern, um Materialalterung, Vergrauung, Rissbildung, Versprödung oder Stockflecken vorzubeugen.
  • Schutzhüllen nur über trockene Möbel ziehen und nicht luftdicht abschließen.
  • Auf Luftzirkulation achten, damit Feuchtigkeit entweichen kann.
  • Möbel nicht direkt auf feuchten Boden stellen; Füße und Unterseiten vor Bodenfeuchte schützen.
  • Polster, Kissen und Auflagen separat trocken lagern, damit keine Feuchtigkeit auf dem Geflecht bleibt.
  • Reinigung nicht bei Frostnächten planen: Eine Wettbewerber-Empfehlung nennt Reinigung nur, wenn die Temperaturen auch nachts über dem Gefrierpunkt liegen, damit Möbel vollständig trocknen können und keine Eiskristalle das Material beschädigen.

Gut sitzende Schutzhüllen sind sinnvoll, wenn sie nicht wie eine nasse Plastiktüte wirken. Auflagen, Decken und Zubehör bleiben besser getrennt vom Geflecht; dafür können Auflagenboxen helfen, sofern auch dort alles trocken hineinkommt.

Typische Pflegefehler, die Rattan schneller altern lassen

Viele Schäden entstehen nicht durch fehlende Pflege, sondern durch gut gemeinte, aber zu grobe Pflege. Rattan und Polyrattan sehen robust aus, doch Geflecht reagiert empfindlich auf falsche Reiniger, zu viel Wasser, harte Werkzeuge und schlecht belüftete Lagerung.

Schonend pflegen statt Material stressen

Pro
  • Weiche Bürste, Pinsel, weiche Zahnbürste und Tuch verwenden.
  • Feuchtes Tuch statt Wasserbad nutzen, besonders bei Naturrattan.
  • Milde Seifenlauge oder leichte Spülmittellauge einsetzen und mit klarem Wasser nachwischen.
  • Möbel vollständig trocknen lassen, bevor Öl, Wachs, Lack oder Hülle folgen.
  • Naturrattan vor zu viel Feuchtigkeit und zu trockener Heizungsluft schützen.
  • Polyrattan nach Pollenflug, Vogelkot oder langer Nässe zeitnah reinigen.
Contra
  • Harte Schrubber, kratzige Bürsten, raue Schwämme oder scheuernde Mittel einsetzen.
  • Aggressive, scharfe, bleichende oder abrasive Reinigungsmittel verwenden.
  • Rattanmöbel nass einpacken oder unter dichter Plane schwitzen lassen.
  • Öl, Wachs oder Lack auf schmutziges oder feuchtes Geflecht auftragen.
  • Naturrattan wie Terrassenplatten mit hartem Hochdruckstrahl reinigen.
  • Möbel dauerhaft direkt an Heizkörper, Kamin oder in pralle Sonne stellen.

Besonders kritisch ist das Einschließen von Schmutz und Feuchtigkeit. Unter Lack oder Pflegeöl soll kein Schmutz eingeschlossen werden, weil spätere Reinigung dann schwieriger wird und Feuchte schlechter entweichen kann. Nimm dir deshalb vor jeder Pflegebehandlung Zeit für die Grundreinigung.

Pflegeplan: Wie oft solltest du Rattanmöbel pflegen?

Einen starren Kalender gibt es nicht, weil Standort, Material und Nutzung wichtiger sind als ein fixes Datum. Rattanmöbel im trockenen Wohnraum brauchen andere Intervalle als Polyrattan-Gartenmöbel auf einer offenen Terrasse mit Pollenflug, Regen und Vogelkot.

Praktisch ist ein Jahresplan: trocken entstauben nach Bedarf, gründlicher reinigen zu Saisonbeginn, in der Mitte der Gartensaison und vor dem Einlagern. Naturrattan kontrollierst du je nach Standort etwa alle drei Monate auf Trockenheit, matte Stellen, Lackschäden und lose Fasern. Öl oder Wachs solltest du nicht automatisch bei jeder Reinigung auftragen; der Zustand des Materials entscheidet.

Polyrattan reinigst du regelmäßig nach Verschmutzung: nach Pollenflug, Vogelkot, fettigen Rückständen, längerer Nässe oder bevor eine Hülle darüberkommt. Je sauberer und trockener das Geflecht in Ruhephasen geht, desto geringer ist das Risiko für Beläge, Stockflecken unter Abdeckungen und sichtbare Alterung.

Häufige Fragen

Wie bekomme ich Rattanmöbel wieder schön?
Entstaube das Geflecht zuerst trocken mit Staubsauger-Bürstenaufsatz, Pinsel oder weicher Zahnbürste. Danach sparsam mit feuchtem Tuch und milder Seifenlauge reinigen, klar nachwischen und vollständig trocknen lassen. Naturrattan kannst du anschließend je nach Zustand mit Rattanpflegeöl, Leinöl, Wachs oder geeignetem Lack auffrischen. Bei morschem oder tragend beschädigtem Geflecht reicht Pflege nicht mehr aus.
Welches Öl eignet sich für Rattanmöbel?
Für Naturrattan werden Rattanpflegeöl, Leinöl und teils Zitronenöl genannt. Trage Öl nur auf sauberes, trockenes Geflecht auf und dosiere sparsam. Leinöl-Hausmittel mit Wasser und Terpentin kursieren in mehreren Mischungen, deshalb erst unauffällig testen. Polyrattan braucht kein Holzöl, weil es ein Kunststoffgeflecht ist.
Wie kann ich Rattan im Außenbereich schützen?
Echtes Rattan solltest du draußen nur geschützt nutzen, etwa auf einer überdachten Terrasse, einem Balkon mit Dach oder im Wintergarten. Vermeide Regen, Schnee, dauerhafte Bodenfeuchte und pralle Sonne. Im Winter trocken lagern und Schutzhüllen nur über trockene Möbel ziehen. Für dauerhaftes Outdoor-Nutzen ist Polyrattan meist geeigneter.
Wie bleiben Rattanmöbel elastisch und knarren weniger?
Stelle Naturrattan nicht direkt an Heizung, Kamin oder dauerhaft in starke Sonne, denn Trockenheit kann Knarren, Sprödigkeit und Risse fördern. Bei sehr trockener Raumluft kann eine sparsame, nebelfeuchte Sprühkur helfen. Zu viel Wasser ist aber schädlich. Öl oder Wachs kann das Material zusätzlich geschmeidiger wirken lassen.
Darf man Rattanmöbel mit Wasser reinigen?
Ja, aber bei Naturrattan nur sparsam: Nutze ein feuchtes Tuch statt Wasserbad. Milde Seifenlauge ist geeignet, aggressive Reiniger nicht. Entferne Seifenreste mit klarem Wasser und lass die Möbel vollständig trocknen. Polyrattan verträgt Wasser besser, sollte aber ebenfalls nicht dauerhaft nass unter einer Hülle stehen.
Was ist der Unterschied zwischen Rattan und Polyrattan bei der Pflege?
Naturrattan ist ein Naturmaterial und reagiert empfindlich auf zu viel Feuchtigkeit, Trockenheit und starke Sonne. Polyrattan ist Kunststoffgeflecht und für Garten, Balkon und Terrasse robuster. Naturrattan profitiert von Öl, Wachs oder geeigneter Lackpflege; Polyrattan pflegst du eher mit Wasser, mildem Reiniger und weicher Bürste.
Kann man Rattanmöbel im Winter draußen stehen lassen?
Naturrattan sollte nicht ungeschützt draußen überwintern. Auch Polyrattan bleibt länger ansehnlich, wenn es trocken und geschützt lagert. Reinige die Möbel vor dem Einlagern und lass sie vollständig trocknen. Schutzhüllen müssen luftig sitzen, damit Feuchtigkeit entweichen kann; Bodennässe und Stockflecken solltest du vermeiden.
Kann ich Rattanmöbel mit dem Hochdruckreiniger reinigen?
Bei Naturrattan ist Handreinigung meist sicherer; ein harter Hochdruckstrahl kann Geflecht und Oberfläche beschädigen. Polyrattan ist robuster, trotzdem solltest du nur mit niedrigem Druck, Abstand und ohne aggressive Reiniger arbeiten. Beachte Materialhinweise und teste vorsichtig. Nach jeder Nassreinigung müssen die Möbel vollständig trocknen.